Buchrezension: “Generation A”

Generation ADie Bienen sind ausgestorben. Schon seit Jahren. Eine Katastrophe für die Menschheit um die Mitte des 21. Jahrhunderts. Aber rund um den Globus verteilt werden fünf Menschen, zwei Frauen und drei Männer, von einer Biene gestochen. Was haben die Fünf gemeinsam? Warum wurden gerade sie von den restlos verschwunden geglaubten Insekten ausgewählt?

Mit dieser Frage beschäftigt sich Douglas Coupland in seinem Roman Generation A. Zu Anfang werden diese gänzlich verschiedenen Menschen geschildert. Das ist witzig und kurzweilig und fesselt auch Leser, die mit Fantasiegeschichten und futuristischem Kram wenig am Hut haben. Ganz spannend ist auch noch, wie die aus allen fünf Erdteilen Stammenden entführt werden und sich später in einer gottverlassenen Gegend unter lauter Süchtigen zusammenfinden. Mit einem Bösen, der ein gräßliches Experiment mit ihnen vorhat.

Trotz großer Brutalität wird die Story fad, als die Fünf anfangen müssen, sich Geschichten zu erzählen. Eine blutrünstiger als die andere. Aber durch eine davon wird der Böse entlarvt. Allerdings zu spät, die Freunde sind schon geklont, sie haben – unwissentlich – Teile ihres eigenen Gehirns gegessen und ihre Persönlichkeiten verschmelzen immer mehr.

Aber: Irgendwo in Washington ist ein Bienennest gefunden worden…

Die erste Hälfte des Buches ist ziemlich vielversprechend, aber ab der zweiten vielleicht doch keine Lektüre, die die Menschheit unbedingt braucht.

Werkschau der Fakultät der Gestaltung

Am 11. und 12. Februar 2011 finden wieder die Präsentationen der Semester- und Abschlussabeiten sowie die Modenschau der Studierenden der Fakultät für Gestaltung statt.An diesen Tagen können die Arbeiten der Studiengänge Mode, Schmuck & Objekte der Alltagskultur, Visuelle Kommunikation, Industrial Design und Transportation Design sowie dem studiengangsübergreifenden Fachgebiet Kunst, Kunst- und Designwissenschaften bewundert werden. Für mich jedesmal ein  Highlight im Stadtgeschehen.

Die Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim befindet sich in der Holzgartenstraße 36. Artikel im Stadtwiki: http://www.pfenz.de/wiki/Hochschule_für_Gestaltung

Hast Du das Foto-Gen?

FotoCamp Pforzheim
„Hast Du das Foto-Gen?“ fragen die Veranstalter des FotoCamp Pforzheim.

Wer sich angesprochen fühlt, ist aufgerufen Teil der Un-Konferenz zu werden. Un-Konferenz? Was hat denn das zu bedeuten? Die Erklärung lautet, dass es auf einer Un-Konferenz keine bezahlten Redner oder Workshop-Leiter gibt. Jeder Teilnehmer soll sich in die Veranstaltung einbringen, sei es durch tätige Mithilfe oder eben durch halten eines Vortrags oder der Gestaltung eines Praxis-Workshops.

Jeder, der etwas zum Thema Fotografie beizutragen hat und Kontakt zu anderen Fotobegeisterten knüpfen möchte, ist herzlich willkommen. Morgens wird das Tagesprogramm von den Teilnehmern gemeinsam erstellt. Wer etwas präsentieren, diskutieren oder anregen möchte, stellt sein Thema vor; finden sich Interessenten dafür, steht dem Beitrag – der sogenannten Session – nichts mehr im Weg. Die Sessions wechseln im Stundentakt, wobei jeweils 15 Minuten Pause eingerechnet sind. Für längere Shootings oder Workshops können auch Doppel-Sessions vorgeschlagen werden.

Bereichert wird das FotoCamp durch das „BlackPort Design Kollektiv“, einem Zusammenschluss junger Pforzheimer Designer aus den Bereichen Visuelle Kommunikation, Mode- und Schmuckdesign, die dafür sorgen, dass den Teilnehmern auf der Studio-Bühne des Kulturhauses interessante Fotomotive zur Verfügung stehen.

Die Veranstaltung ist ehrenamtlich organisiert und soll von 11. bis 13. März 2011 im Kulturhaus Osterfeld stattfinden. Für die Teilnahme wird ein Kostenbeitrag in Höhe von 25 Euro erhoben. Infos zur Anmeldung gibt es unter www.fotocamp-pforzheim.de.

Buchrezension: “Der Wintergast”

Der WintergartenSchweiz. Eng, verschachtelt, heimatverbundene Menschen. Der Roman Der Wintergast von Elisabeth Binder handelt von einem aufstrebenden Kunststudenten aus der Stadt, der den Winter in einem abgeschiedenen Schweizer Bergdorf verbringen möchte um über seine Kunst nachzudenken. Doch die interessiert ihn zunächst gar nicht. Denn er ist nicht der einzige Gast in dem herrschaftlichen Palazzo: Ein kranker Adler wurde von der schönen Pfarrerin Maddalena zur Pflege abgegeben. Der Raubvogel und die Frau ziehen ihn gleichermaßen in ihren Bann. Als an Weihnachten auch noch ein Kind verschwindet, wird Andreas unvermittelt Teil einer Gemeinschaft, die ihm zu Beginn völlig fremd erschien.

Der Roman erscheint wie ein Drehbuch mit vielen Filmschnitten, Themen, Charaktere werden kurz angedeutet – Schnitt. Nächste Kurzszene. Höhepunkt ist das Verschwinden und Wiederfinden eines kleinen Mädchens. Danach geht die Autorin etwas mehr in die Tiefe und beleuchtet die Gefühle der Menschen. Immer wieder stehen jedoch Naturbeschreibungen im Vordergrund: Die unvergleichliche Bergwelt mit allem was in ihr lebt. Etwas naiv wirkt die Darstellung des Berggeists, eher eine Randerscheinung. Der Wintergast selbst, ein junger Stipendiat der Bildenden Kunst, der sich aus der Stadt ins ländliche Idyll flüchtet, findet wieder Erwarten zu sich selbst. Eine Liebesgeschichte mit Maddalena hätte sich ergeben können: Aber nein, jeder Protagonist bleibt wie er oder sie ist. Nur der junge Künstler hat einen Entwicklungsschritt vollzogen und verlässt am Ende des Buches das Dorf um seine Karriere zu beginnen. Alles in allem keine Geschichte die mich vom Hocker gerissen hat.

Triband XL Remix Theater im Osterfeld

Das Konzert von Triband findet zwar erst am 5. März 2011 im Großen Saal des Kulturhaus Osterfeld statt, erfahrungsgemäß lohnt es sich jedoch frühzeitg nach Karten zu schauen.

Was Triband machen, ist so vielschichtig, dass es sich nur schlecht mit einem einzigen Etikett versehen lässt – wie der Name schon sagt. Triband „senden“ auf drei Frequenzen: Jazz, Pop und Elektro. Dank der herausragenden Musiker Sandie Wollasch (Gesang), Tommy Baldu (Schlagzeug), Paucker (Bass) und Sebastian Studnitzky (Trompete, Keyboard, Piano) kommt das so spielerisch und leicht daher, dass ein ganz eigener Stil entsteht. Und den gibt´s im Kulturhaus Osterfeld Pforzheim als „Triband XL Remix Theater“: Zusammen mit dem „Triband XL String Quartett“ (Klaus Marquardt, Alexander Brutsch, Katarzyna Bugala und Andreas Köhler) präsentieren sie neben Songs aus allen bisher erschienen Alben auch neue Werke.

Eine Karte kostet im Vorverkauf 23,20 €, ermässigt 17,60 €.Weblink: www.triband-music.de

11.01.11: Literaturgespräche in der Nerdstadt

Literaturgespräche in der Nordstadt gibt es wieder am kommenden Dienstag, dem 11. Januar 2011 ab 20 Uhr. Autorinnen und Autoren stellen dabei aktuell entstehende literarische Texte vor. Veranstaltungsort ist dieses Mal der Friseursalon Barber 54, Hohenzollernstraße 54 in Pforzheim. Es lesen Elisabeth Kühhirt-Hildebrandt (Sinsheim-Weiler), Marion Schäuble (Stuttgart) und Werner Weimar-Mazur (Waldkirch). Interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer sind willkommen. Der Eintritt ist frei!

Weblink: http://www.barber54.de/de/aktuelles

Buchrezension: „Die Beatles und die Philosophie“

Die Beatles und die Philosophie
Die Beatles und die Philosophie – Klüger werden mit der besten Band aller Zeiten lautet der verheißungsvolle Titel des von Michael und Steve Baur herausgegebenen Buchs. Siebzehn Autoren, allesamt amerikanische Professoren und zumeist auch Gitarrenspieler, beleuchten in erster Linie die Texte der Beatles-Songs, die musikalischen Aspekte werden ausgeklammert. Zum Verständnis der Beiträge braucht der Leser meiner Meinung nach unbedingt Grundkenntnisse der Philosophie, da viele Fachwörter sowie viele Zitate und Bezüge zu großen Philosophen, von Sokrates bis Nietzsche verwendet werden. Die Textbeispiele aus den Beatles-Songs werden anschaulich erklärt. Teilweise fließen auch aber auch Interviews mit John Lennon ein. So bekommt der Leser Einblick in die Seelenverfassung der Beatles und wird überrascht von ihrer Tiefgründigkeit, ihrem Facettenreichtum, ihrem Humor und auch über ihre kritischen Texte. Ein lesenswertes Buch, aber keine leichte Unterhaltungslektüre, eher einschlägig akademisch gebildeten Lesern zu empfehlen.

Poetry Slam im Kupferdächle

Am 27. Januar 2011 ist es wieder soweit, im Kupferdächle findet der erste Poetry Slam dieses Jahr statt. Beginn ist um 20 Uhr, der Eintritt ist frei.

Jeder der gerne schreibt und seine sprachlichen Kunstwerke nicht mehr in der Schublade verstecken will, kann im Kupferdächle in die „Schlacht der Dichtkunst“ steigen. Vorab ist die Anmeldung im Kupferdächle möglich, oder man kommt einfach spontan vorbei.

Die wichtigsten Zutaten beim Poetry Slam sind die Poeten, die Bühne, reichlich Publikum und ein Mikrofon – und dann kann geslammt werden bis der Saal wackelt. Die Hobby-Dichter und Amateur-Slammer performen aus ihrem Repertoire und geben alles, um mit dem individuell gewürzten Vortrag bei der Jury zu punkten. Auf den Sieger wartet, neben dem Feedback, ein kleiner Preis.

Die einfachen Spielregeln des Poetry Slam im Überblick:

  • Es kann sich dabei um jede Art von selbstverfassten Text handeln, egal ob Rap, Poesie, Einmannstück oder Prosa
  • Hilfsmittel wie z.B. Instrumente oder Verkleidungen sind nicht erlaubt.
  • Jeder Poet hat für seinen Vortrag fünf bis zehn Minuten Zeit.
  • Ein Vortrag kann auch aus mehreren kleinen Texten bestehen.
  • Die Teilnehmer sollten einen kleinen Text für das Finale zurückhalten.
  • Die Auftrittsreihenfolge wird ausgelost.
  • Das Publikum ist die Jury und bewertet per Beifallsvotum.
  • Die Veranstaltung besteht aus zwei Vorrunden mit jeweils vier bis fünf Teilnehmern. Im Finale treten die Gewinner jeder Vorrunde gegeneinander an.

Anmeldung und Information im Kupferdächle, Telefon: 07231-280 950 oder am Veranstaltungsabend.

Quelle: PM Kupferdächle