Rezension: „Die Reisetagebücher des Johannes Kastner“

Wer den Buchtitel liest: Die Reisetagebücher des Johannes Kastner, denkt unwillkürlich an umfangreiche Werke à la Mark Twain oder Sven Hedin. Jedoch – dieses Buch ist so klein wie skurril. Es passt genau in die Innentasche jeder Jacke. Geschrieben hat es Uli Ganter, der durch seltsame Kochbücher und merkwürdige Kalender bekannt geworden ist und in Pforzheim der Chef des Ganter Verlages ist. In dem ist auch das Büchlein erschienen.

Johannes Kastner also reist mit Begleiterin (einen Namen scheint die Dame nicht zu haben) für ein paar Tage nach Gran Canaria. Dabei beobachtet er natürlich seine All-Inclusive Mitreisenden. Mit Sarkasmus, Frivolität, trockenem Humor und jeder Menge Wortspielereien.

Während er sich auf der gepriesenen Insel umschaut, erinnert er sich an frühere Reisen nach Lourdes, Madeira, auch „Mad Area“ genannt, nach Teneriffa und La Palma. „Krank Canaria“, „Gran Malaria“ und „Monte Bronte“ heißen die Orte bei ihm. Mit letzterem sind die Waldbrände auf Madeira gemeint.

Die eingestreuten Schwarz-Weiß-Fotos sind eher gesellschaftskritisch als malerisch zu verstehen. Er entdeckt Absonderlichkeiten: In zwei nebeneinander liegenden Schaufenstern Mülleimer in jeder Größe, daneben Marienfiguren. Hinter einer Hotelbauruine ist eine Müllhalde angelegt. Hübsch ist auch ein Hinweisschild: „Bitte während der Heiligen Messe besuchen Sie nicht die Kirche herum.“ Wohl dem, der das versteht.

Ein echter Lichtblick auf Gran Canaria ist eine Geburtstagsgesellschaft, in die Kastner zufällig hineingerät. Er sowie Begleiterin werden wie Familienangehörige freudig begrüßt und eingeladen, es fließt der Wein, es wird getanzt und geküsst. So schön kann es sein auf Gran Canaria; nix mehr mit „Krank-Canaria“.

Das Büchlein trifft vermutlich nicht jedermanns Geschmack, aber manchem gefällt es ganz sicher.

Selbstgedrehte – Der Filmabend im Kommunalen Kino

Lange haben wir darauf gewartet, nun ist er endlich da: Der Abend, an dem die Filme der vielversprechenden Pforzheimer Filmszene vorgestellt werden. Termin ist Freitag, der 28. Oktober 2011 um 19 Uhr im Kommunalen Kino Pforzheim. Der Eintritt ist Frei!

Quasi bis zur letzten Minute kann man am Filmwettbewerb zum Thema die schräge, nicht alltägliche oder dunkle Seite unserer Heimatstadt, teilzunehmen. Filme können am 28. Oktober direkt ins Kino mitgebracht werden (Bitte themenbezogen und nicht länger als 10 Min.). Eine Jury kürt im Anschluss den besten Film.

Quelle: PM Kommunales Kino

Jazz ist keine Frage des Alters

Jazz ist keine Frage des Alters. Das beweist eindrucksvoll einer der bedeutendsten europäischen Jazzmusiker, der holländische Flügelhornist Ack van Rooyen, geboren am Neujahrstag 1930! Er gilt als Pionier des modernen Jazz in Europa, schrieb Jazz-Geschichte an der Seite nahezu der gesamten Welt-Jazz-Prominenz und als Solist zahlreicher Big-Bands, so tourte er Beispielsweise mit dem legendären „United Jazz & Rock Ensemble“ um den Globus.

Nimmermüde ist er auch heute noch auf den internationalen Jazz-Bühnen zu Hause – so auch im Jazzclub Domicile in Brötzingen am Montag, 24. Oktober 2011 ab 20:30 Uhr, zusammen mit Oliver Leicht’s „Herrenrunde“ aus Köln: Oliver Leicht – Altsax/Klarinette, Norbert Scholly – Gitarre, Ingmar Heller – Kontrabass und Jens Düppe – Schlagzeug.

Quelle: PM domicile

Musical für einen Schauspieler: Adam Schaf hat Angst

Am Sonntag, den 23. Oktober 2011 wird um 16 Uhr im Kulturhaus Osterfeld das Musical für einen Schauspieler Adam Schaf hat Angst zum letzten mal aufgeführt.

Adam Schaf ist wie seit vielen Jahren in seiner geliebten Theatergarderobe – zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn. Je älter er wird, desto kleiner werden seine Rollen. Vor dem Auftritt lässt er sein Leben und seine Karriere Revue passieren. Unerfüllte Träume, Illusionen, alle nicht geliebten
Lieben und die verlogenen Rollen, die er nicht nur auf der Bühne gespielt hat, ziehen an ihm und dem Publikum vorbei. Die „alten, bösen Lieder“ Georg Kreislers nehmen dabei komische und boshafte Wahrheiten des Alltags ins Visier und unterstreichen den starken Kontrast zu einer Welt
des Glamours und der aufkeimenden Wirtschaftswundermentalität. Alexander Weber spielt Adam Schaf. Christian Knebel zelebriert seine Kunst am Piano.

Quelle: PM Kulturhaus Osterfeld

Pforzheim: Ein Bildband mit Texten in drei Sprachen

Pforzheim Bildband 2011

Vor kurzem ist im Wartberg Verlag ein neuer Farbbildband zu Pforzheim erschienen. Der Bildband, mit Fotos von Janusch Tschech und Texten von Ana Kugli, möchte Fremde auf unsere Stadt neugierig machen, Besuchern eine bleibende Erinnerung an die Hand geben und den Pforzheimern die „Sonnenseiten“ ihrer Stadt zeigen. Zu den vielen aktuellen Fotos gibt es ausführliche Begleittexte in deutscher, englischer und französischer Sprache.

Die Autoren laden zu einem Spaziergang durch Pforzheim ein. Der Leser entdeckt alte und neue Bauten, selten beachtete Blickwinkel und malerische Momente inmitten des urbanen Geschehens. Die Bauwerke, die Strassen, Brücken und Skulpturen der Stadt erzählen viele Geschichten. Vielleicht inspirieren die Fotografien dieses Bandes die Motive bei einem Streifzug durch Pforzheim und seine Umgebung persönlich in Augenschein zu nehmen.

Es ist was es ist – ein lyrisches Mosaik

Im Kulturcentrum Sterago (Salierstraße 29) präsentiert das Theater vis-à-vis Poesie der lyrischen Wortkunst theatral in Szene gesetzt: Es ist was es ist – ein lyrisches Mosaik, gespielt von Markus Gehrlein und Silke Karl.

Öffentliche Vorstellungen sind für Samstag, 22. Oktober um 20 Uhr und Mittwoch, den 16. November um 17 Uhr vorgesehen. Kartenreservierungen werden erbeten über E-Mail info@theatervisavis.de oder telefonisch unter 07231 – 8004592.

Ausstellung: Zusammen Sein

In friedlicher Co-Existenz zeigen sich die Figuren der Pforzheimer Künstlerin Petra Huber, die auch unter dem Namen Zopfmaid bekannt ist und bereits mit Ausstellungen wie „Und Pforzheim ist doch schön!“ für Meinung gesorgt hat.

In den gezeigten Arbeiten ist der Mensch ohne Kleidung und ohne Schnickschnack der modernen Welt in seiner Ursprünglichkeit verletzlicher als alle anderen Figuren, die ihr Fell oder das, was Gott ihnen mitgab behalten durften. Mit Kreide handgemaltes Leben trifft bei der Ausstellung Zusammen Sein auf computergestütztes Interieur. „Meine Technik verkörpert an sich schon das Thema – den Gegensatz zwischen der Quelle und dem, was wir daraus gemacht haben“, so die Künstlerin.

Kontrast oder Gesamtkomposition?
Entscheiden Sie selbst!

Die Eröffnung ist am 9. Oktober 2011 um 18 Uhr, zu sehen sind die Werke täglich von 11 bis 22 Uhr im Comedia im Kulturhaus Osterfeld.

Quelle: PM Kulturhaus Osterfeld

3. Oktober – Tag der Deutschen Einheit

Am Tag der Deutschen Einheit möchten wir darauf aufmerksam machen, dass es in Pforzheim ein Museum zur Erinnerung an die DDR und damit auch an die Teilung Deutschlands gibt.

Am Montag, den 3. Oktober 2011 um 15 Uhr findet dort eine Feier zum Tag der Deutschen Einheit und Geburtstag des DDR-Museums statt. Mit einer Lesung aus der Anthologie: mauerstücke – erinnerungsgeschichten.

Das DDR-Museum Pforzheim befindet sich in der Hagenschießstraße 9 auf dem Buckenberg und wird ehrenamtlich betrieben. Geöffnet ist es jeden Sonntag von 11 bis 15 Uhr. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Um den dauerhaften Erhalt der Sammlung und des Museums zu sichern hat sich inzwischen eine Stiftungs-Initiative gebildet, die unter dem Namen „DDR-Museum Pforzheim – Lernort Demokratie“ versucht einen finanziellen Grundstock zusammenzutragen.

8. November 2011 – Literaturgespräche in der Nordstadt

Autoren der Region stellen am Dienstag, den 8. November 2011 ab 20 Uhr bei den „Literaturgesprächen in der Nordstadt“ wieder literarische Texte vor. Das Publikum ist im Anschluss eingeladen, mit den Schreibern zu diskutieren.

Veranstaltungsort ist dieses Mal das Designbüro „Dumbo and Gerald“ in der Hohenzollernstraße 90 (Hinterhaus) in Pforzheim. Es lesen Mike Bartel aus Remchingen sowie Petra Scheuermann aus Mannheim. Interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer sind willkommen. Der Eintritt ist frei!