Die Schmückbar – Ein Kleinod in der Nordstadt

Die Schmückbar ist eine seit 5 Jahren bestehende Galerie mit Werkstatt, in der Schüler und Schülerinnen der Goldschmiede-Schule Pforzheim ausstellen und arbeiten. Frei von den Einflüssen aller Lehrkräfte bietet die Schmückbar den Schülern die Möglichkeit eigene Ideen zu verwirklichen, das Geschaffene auszustellen und Kontakte zu knüpfen.

Neben den alle 3 bis 4 Monate wechselnden Ausstellungen nimmt die Schmückbar regelmäßig an verschiedenen Messen und Sonderausstellungen teil und ist für die angehenden Schmuckdesigner und Schmuckdesignerinnen wichtig um Erfahrungen für den späteren Einstieg ins Berufsleben zu sammeln und sich zu erproben.

Nicht nur in Fachkreisen weckt die Idee, dass junge Menschen ihre Ideen in Eigenregie verwirklichen Begeisterung. Leider muss die Schmückbar ihren Raum in der Salierstrasse 32 ende Februar 2012 verlassen und weiß leider noch nicht wie es weitergeht. Sie suchen dringend einen Raum um das geliebte Projekt weiterführen zu können und freuen sich daher über jeden Vorschlag.

www.schmueck-bar.de

Schmückbar

Lange Nacht der Märchen im Kulturhaus Osterfeld

Am Samstag, dem 14. Januar 2012 um 20:30 Uhr findet im Kulturhaus Osterfeld die lange Nacht der Märchenim Kulturhaus Osterfeld statt.

Wussten Sie schon, dass die alten Volksmärchen von Erwachsenen für Erwachsene erzählt wurden?

Und dass sie gerade heute einen hohen kulturellen und menschlichen Wert darstellen. Denn die Sprache der Märchen ist eine Bildsprache, die die Menschen aller Kulturen verstehen.

Die Sammlung der Privatexemplare der Brüder Grimm, wurden 2005 von der Unesco zum Weltdokumentenerbe erklärt.

Der Märchenkreis „Märchenturm Pforzheim“ den es seit 2006 in Pforzheim gibt, und in dem sich märchenbegeisterte und ausgebildete Erzählerinnen zusammengefunden haben, hat es sich zur Aufgabe gemacht die alten Märchen, nicht nur die der Brüder Grimm, sondern auch die Märchen anderer Kulturen, lebendig weiterzugeben, indem die Erzählerinnen die Märchen aus den Büchern herausholen und ganz traditionell erzählen.

So werden Ihnen an diesem Abend die Erzählerinnen Hannelore Spengler und Lydia Trenker einen märchenhaften Abend voll Magie, Musik erzählter Weisheit und Humor bieten.

Da jedes Märchen seinen eigenen Charakter hat, der von den Erzählerinnen gekonnt vermittelt wird, wird es ein abwechslungsreiches Programm geben, bei dem sie die Geburt des Märchens miterleben können. Außerdem werden sie starken Frauen, weisen und nicht so weisen Männern, pfiffigen Schwaben und himmlischen Wesen begegnen.

Weitere Informationen unter: www.maerchenturm-pforzheim.de

Quelle: PM Kulturhaus Osterfeld

Säugling in Stall gefunden – Polizei und Jugendamt ermitteln

BETHLEHEM, JUDÄA – In den frühen Morgenstunden wurden die Behörden von einem besorgten Bürger alarmiert. Er hatte eine junge Familie entdeckt, die in einem Stall haust. Bei Ankunft fanden die Beamten des Sozialdienstes, die durch Polizeibeamte unterstützt wurden, einen Säugling, der von seiner erst 14-jährigen Mutter, einer gewissen Maria H. aus Nazareth, in Stoffstreifen gewickelt in eine Futterkrippe gelegt worden war.
Bei der Festnahme von Mutter und Kind versuchte ein Mann, der später als Joseph H., ebenfalls aus Nazareth identifiziert wurde, die Sozialarbeiter abzuhalten. Joseph, unterstützt von anwesenden Hirten, sowie drei unidentifizierten Ausländern, wollte die Mitnahme des Kindes unterbinden, wurde aber von der Polizei daran gehindert.

Festgenommen wurden auch die drei Ausländer, die sich als „weise Männer“ eines östlichen Landes bezeichneten. Sowohl das Innenministerium als auch der Zoll sind auf der Suche nach Hinweisen über die Herkunft dieser drei Männer, die sich anscheinend illegal im Land aufhalten. Ein Sprecher der Polizei teilte mit, dass sie keinerlei Identifikation bei sich trugen, aber in Besitz von Gold, sowie von einigen möglicherweise verbotenen Substanzen waren. Sie widersetzten sich der Festnahme und behaupteten, Gott habe ihnen angetragen, sofort nach Hause zu gehen und jeden Kontakt mit offiziellen Stellen zu vermeiden. Die mitgeführten Chemikalien wurden zur weiteren Untersuchung in das Kriminallabor geschickt.

Der Aufenthaltsort des Säuglings wird bis auf weiteres nicht bekannt gegeben. Eine schnelle Klärung des ganzen Falls scheint sehr zweifelhaft. Auf Rückfragen teilte eine Mitarbeiterin des Sozialamts mit: „Der Vater ist mittleren Alters und die Mutter ist definitiv noch nicht volljährig. Wir prüfen gerade mit den Behörden in Nazareth, in welcher Beziehung die beiden zueinander stehen.“

Maria ist im Kreiskrankenhaus in Bethlehem zu medizinischen und psychiatrischen Untersuchungen. Sie kann mit einer Anklage rechnen. Weil sie behauptet, sie wäre noch Jungfrau und der Säugling stamme von Gott, wird ihr geistiger Zustand näher unter die Lupe genommen.
In einer offiziellen Mitteilung des Leiters der Psychiatrie steht: „Mir steht nicht zu, den Leuten zu sagen, was sie glauben sollen, aber wenn dieser Glaube dazu führt, dass – wie in diesem Fall – ein Neugeborenes gefährdet wird, muss man diese Leute als gefährlich einstufen. Die Tatsache, dass Drogen, die vermutlich von den anwesenden Ausländern verteilt wurden, vor Ort waren, trägt nicht dazu bei, Vertrauen zu erwecken. Ich bin mir jedoch sicher, dass alle Beteiligten mit der nötigen Behandlung in ein paar Jahren wieder normale Mitglieder unserer Gesellschaft werden können.“

PM Enzkreis

Rezension: Sherin und Amar – Die verbotene Liebe einer Paschtunenprinzessin

Sherin und AmarEine junge Afghanin und ein junger Inder verlieben sich, als sie in Dubai eine Schule für Ausländer besuchen. Die Autorin Vered Morgan lässt ihre beiden Protagonisten wechselweise in je eigenen Kapiteln zu Wort kommen. Sie erzählen ihre Lebensgeschichten, wie sie unterschiedlicher nicht sein können.

Sherin, das Afghanenmädchen, gehört zu einem Clan der Paschtunen. In äußerster Strenge und in einem Netz des islamischen Ehrenkodex ist die aufgewachsen. Amar, Sohn eines Hindu Vaters und einer christlichen Mutter, deren Vater aus Deutschland stammte, genoss ein liebevolles Elternhaus. Toleranz und freiheitliche Erziehung der Kinder waren selbstverständlich.

Die Liebe der beiden Jugendlichen war eigentlich zum Scheitern verurteilt, denn natürlich wurde ihre Zuneigung von Mitschülern und Lehrern bemerkt. Unglücklicherweise erfuhr auch Sherins Cousine davon. Ab dieser Zeit wurde Sherin fast pausenlos überwacht. Ihre Schwester und die vielen Brüder, aber auch die Mutter behandelten sie mit Abscheu und wollten sie mit allen Mitteln von ihrem Liebesverhältnis abbringen. Der Computer, der zum Chatten diente, wurde kassiert, ebenso das Handy. Ein einziges mal schafften es die beiden dank einer Notlüge Sherins, sich Abends am Strand zu treffen und ein paar unglaublich innige, ungestörte Stunden für sich zu haben. Das band sie so fest aneinander, dass selbst das erzwungene Verlassen der Schule und eine Reise Sherins nach Pakistan mit magischer Behandlung eines Mullahs die Liebe der beiden nicht trüben konnte.

Als schließlich die Mutter starb und von ihren Kindern nach Afghanistan überführt wurde, ergab sich durch Mittelsleute für Sherin die Gelegenheit zur Flucht. Das Ende der Geschichte bleibt offen, denn vor dem Clan ist eine junge Afghanin nirgendwo sicher.

Das Buch ist dokumentarisch nach Erzählungen echter Personen mit nur wenig Änderungen geschrieben. Mich hat die Geschichte von Sherin und Amar zutiefst berührt. Dass ein junges Mädchen von seiner Familie so unmenschlich behandelt wird, ist ein Skandal. Frauen, die sich gegen das Patriarchat im Islam wehren, sind sehr starke Frauen. Zu ihnen gehört Sherin. Aber auch der moderne Jugendliche Amar wächst an seiner Liebe, an seinen Zweifeln und Abwegen. Er hat die volle Unterstützung durch sein Elternhaus. Daraus erwächst ihm Kraft und Halt.

Ein wichtiges und ergreifendes Buch.

Vernissage zur Ausstellung „NOCH ETWAS“

„etwas“ fand erstmalig im Kulturverein Brühlstraße statt. Diese eintägige Exposition entstand in Zusammenarbeit von jungen Künstlern aus Pforzheim, die sich ihre eigene Bühne zur Ausstellung ihrer Kunst machten. Das Konzept dahinter ist einfach: etwas von dem zeigen, womit man seine Gefühle zum Ausdruck bringt.

Bisher waren nicht nur zweidimensionale und dreidimensionale Kunstwerke zu sehen, sondern auch Kunst fürs Ohr in Form von Live-Performances. „Noch etwas“ ist die Fortsetzung dieser eigeninitiierten Kunstveranstaltung. Das Konzept ist das gleiche, allerdings werden die Werke diesmal vom 22. Dezember 2011 bis zum 5. Januar 2012 in der Keller-Galerie des Konsumat ausgestellt.

Die Vernissage findet am Donnerstag, 22. Dezember 2011 ab 20 Uhr im Konsumat in der Weiherstraße 19/1 statt.

Quelle: PM Kultur im Konsumat

Winterträume im Kulturhaus Osterfeld

Von Mittwoch, 28.12.2011 bis Sonntag, 08.01.2012 findet wieder das große Winterträume – Varieté zwischen den Jahren im Großen Saal im Kulturhaus Osterfeld statt.

Das Winterträume-Varieté zwischen den Jahren ist eine Produktion des Kulturhauses Osterfeld mit Stars der internationalen Varieté-Szene.

Mit dabei sind dieses Jahr Babette als Conference, Catherine Girard am Luftring, Petra Lange am Vertikalseil, das Duo Kvas mit Equilibristik, Phil Os mit dem Diabolo, Alexander Weibel Weibel am Schlappseil, Sebastian Matt mit Visual Comedy sowie Stefan und Cristiana mit Jonglage-Tanz.

Das „Varieté zwischen den Jahren“ knüpft an den großen Erfolg der Vorjahre an. Auch in diesem Jahr ist es dem Kulturhaus wieder gelungen, die Stars der internationalen Varieté-Szene auf die Osterfeld-Bühne zu bringen. Mit Conference, Diabolo, Equilibristik, Jonglage-Tanz, Luftring, Mehrfach-Schlappseil, Vertikalseil und Visual Comedy entführen sie uns in ihre „Winterträume“.

Termine:

  • Mi. 28.12.11 20 h
  • Do. 29.12.11 15 h & 20 h
  • Fr. 30.12.11 15 h & 20 h
  • Sa. 31.12.11 15 h & 20 h
  • Mo.02.01.12 20 h
  • Di. 03.01.12 15 h & 20 h
  • Mi. 04.01.12 20 h
  • Do.05.01.12 15 h & 20 h
  • Fr. 06.01.12 15 h & 20 h
  • Sa. 07.01.12 15 h & 20 h
  • So. 08.01.12 15 h

Karten und Informationen gibt es im Kartenbüro des Kulturhaus Osterfeld, Telefon: 07231/3182-15, Dienstag bis Samstags von 14 bis 18 Uhr, oder per Mail unter: karten@kulturhaus-osterfeld.de – Tipp: Für Familien gibt es auf Anfrage ermäßigte Eintrittspreise.

Quelle: PM Kulturhaus Osterfeld

Tim Fischer: Satiriker sind keine Lyriker

Satiriker sind keine Lyriker

Am Freitag, dem 9. Dezember 2011 um 20 Uhr tritt Tim Fischer mit dem neuen Programm „Satiriker sind keine Lyriker“ im Großen Saal im Kulturhaus Osterfeld auf.

„Die Zeit schreit nach Satire“ hat einst Kurt Tucholsky gerufen – er würde es auch heute tun!

Denn unsere Gesellschaft hat Satire dringend nötig. Die Satire entlarvt die Fehlentscheidungen der heutigen Zeit treffender als alle politischen und ideologischen Diskussionen. Sie lebt ausschließlich vom Negativen, das Positive ist ihr fremd, und wenn sie sich ihm trotzdem nähert , dann nur in ironischer Weise.

Der Gründer des Renitenz-Theaters, Gerhard Woyda, holte Tim Fischer am Anfang seiner Karriere mit dem Programm „Zarah ohne Kleid“ nach Stuttgart. Von diesem Zeitpunkt an begann zwischen den beiden eine intensive künstlerische Zusammenarbeit. Woyda hat nun für Tim Fischer ein ganzes Programm geschrieben und gleich die Musik dazu. Die Songs behandeln kritisch und humorvoll die Probleme und Besonderheiten unserer Zeit. Da wird über die Hose der Frau Merkel gelästert, da ist eine Muslimin mit ihrem Kopftuch verheiratet, da verliebt sich ein Sechzehnjähriger in eine Sechzigjährige, da träumt ein Rauschgiftsüchtiger von einer besseren Welt. Gerhard Woyda persönlich und Rainer Bielfeldt begleiten Tim Fischer am Flügel.

„Gerhard Woyda behandelt auf wunderbare Weise aktuelle, moderne Themen, die er mit angenehm nostalgischen Kompositionen versieht. Da reibt sich was, da entsteht was Neues.“ Tim Fischer

Karten und Informationen gibt es im Kulturhaus Osterfeld (07231) 3182-15, dienstags bis samstags, 14.00 bis 18.00 Uhr, oder per Mail unter: karten@kulturhaus-osterfeld.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen oder über print@home unter www.kulturhaus-osterfeld.de

Die Karten kosten im Vorverkauf 23,20 bzw. 17,60 Euro, an der Abendkasse 25,70 bzw. 19,50 Euro.

Quelle: PM Kulturhaus Osterfeld

Rezension: Woran denkst du jetzt?

Woran denkst du jetzt

Woran denkst du jetzt, der Titel des Romans von Gila Lustiger weist schon auf seine Struktur hin: Die Schwestern Lisa und Tanja verbringen einen Abend und eine Nacht miteinander. Ihre Dialoge sind eher von Lustlosigkeit als von schwesterlicher Mitteilsamkeit geprägt. Es gibt wenig Worte, stattdessen viele Gedanken und Erinnerungen. Immer wieder stellt eine der Schwestern konkret die Frage „Woran denkst du jetzt?“. Der Leser wird zum Gedankenleser, während die Fragende kurz und nicht zufriedenstellend abgespeist wird.

Anlass des Zusammentreffens der Schwestern ist der Tod eines Onkels. Nach und nach enthüllen sich dem Leser die verworrenen und zerrütteten Familienverhältnisse der beiden. Die aus gutem Hause stammende Mutter hatte, als die Mädchen noch Kinder waren, eine außereheliche Beziehung. Der Vater verließ die Familie. Für ihn sprang der nun verstorbene Onkel Paul ein, selbst Kinderlos. Er war für die Mädchen der perfekte und innig geliebte Vaterersatz . Viel später stellte sich heraus, dass seine Frau Anne sich mit dem leiblichen Vater der beiden Schwestern liiert hatte.

Onkel Paul erkrankt unheilbar an Krebs und stirbt, nachdem ihn seine Schwester und eine Pflegerin hingebungsvoll umsorgt haben. Auch Lisa ist die letzten Wochen bei ihm, während Tanja, durch Ihre Mehrfachrolle als Karrierefrau, Ehefrau und Mutter, keine Zeit hat. Im Lauf der gemeinsamen Nacht wird das Gespräch zunehmend wortreicher. Ihre sehr unterschiedlichen Lebensläufe und Weltsichten kommen zur Sprache. Doch das letzte „Woran denkst du jetzt?“ wird nicht mehr beantwortet. Das Buch schließt mit einem Erinnerungsbild Lisas, das von großer Liebe zu ihrem verstorbenen Onkel geprägt ist.

Die Thematik des Romans ist sehr persönlich und für jeden Menschen irgendwann einmal aktuell: Das Sterben eines nahen Verwandten. Wie die Romanfiguren damit umgehen, ist jedoch ziemlich banal. Sie sind geschockt, wollen es nicht wahr haben. Immerhin rufen die Schwestern schönste Kindheitserinnerungen mit dem Verstorbenen in sich wach. Aber auch seine Ecken und Kanten werden ihnen bewusst. Letztendlich finden sie auch durch seinen Tod nicht zueinander.

In dem Buch wird meiner Meinung nach zu viel alltägliches gesprochen und gedacht. Streckenweise war ich eher peinlich berührt, denn neugierig auf den Fortgang der Geschichte.