Kabarettist Holger Paetz in Ensingen

Holger Paetz

Im Saal der Gaststätte Krone präsentiert die Kulturinitiative Team-Club 72 Ensingen am Freitag, 2. März 2012 den Kabarettisten Holger Paetz aus München. „Ganz fest loslassen“ heißt das allerneueste Programm, das der Wortakrobat in einer Vorpremiere im Vaihinger Stadtteil vorstellt. Der frühere Schreiber des Nockherberg-Salvator-Singpiels, darin oftmals als Westerwelle-Double agierend, und Ex-Mitglied der Lach- und Schießgesellschaft München, startet seine Deutschland-Tournee, legt jedoch vorab zum 40. Jubiläum des Team-Clubs ein Gastspiel mit dem aktuellen Programm hin. „Ganz fest loslassen“ ist Ratschlag und Ermunterung: Wie lange wollen wir noch fürchten, dass uns alles um die Ohren fliegt? So die Frage von Bühnenakteur Paetz, als ein Mann auf der Flucht – zu sich selbst. Holger Paetz ist seit 1976 mit dem Kulturverein verbunden. Der Schlacks mit dem ewig griesgrämigen Gesicht trat damals schon im einstigen Jugendtreff, im Ensinger Pfarrkeller auf. Die Begegnung hatte Folgen: Inzwischen ist es der neunte Auftritt von Holger Paetz in Vaihingen. Beginn ist um 20 Uhr. Telefonische Kartenvorbestellung ist unter 07042-24373 möglich.

Quelle: PM Team-Club 72

Lesungen in Pforzheim am 6. und 8. März 2012

Ganz dicht aufeinander folgend gibt es im März zwei Lesungen. Mit der einen wird die Reihe der Literaturgespäche fortgeführt, zur zweiten lädt die Nordstadt-Buchhandlung ein.

Das Literaturgespräch findet am 6. März um 20 Uhr im Konsumat (Weiherstrasse 19/1) statt. Damit wagt sich sie Reihe, die sich bis letztes Jahr „Literaturgespräche in der Nordstadt“ nannte in die Südstadt vor. Aus ihren aktuellen Arbeiten lesen: Martin Kirchhoff aus Leonberg (Lyrik und Poesie) und Kurt Thöt (Lyrik)

Am 8. März, ebenfalls um 20 Uhr, liest liest Dietrich Wagner in der Nordstadt-Buchhandlung aus seinen Werken „von Zugezogenen, über den Regen und Anderem…“. Das Motto des Abends ist: Nachdenken verlängert das Lachen.

Der Eintritt zu beiden Lesungen ist frei.

KoKi im Konsumat: Empire Me

Am Freitag, den 30. März 2012 wird in der Reihe Koki im Konsumat der Film „Empire Me – Der Staat bin ich“ gezeigt.

Wenn dir deine Welt nicht passt, bau dir deine eigene! Tausende Freidenker sagen damit der neuen Weltordnung den Kampf an.

Der Traum von Utopia, vom besseren Leben im irdischen Paradies wird vom Menschen schon lange und in immer neuen Versionen geträumt. Doch die engmaschigen Lebensprinzipien der globalisierten Weltordnung lassen kaum Alternativen und Visionen zu.
Ein Phänomen macht damit Schluss: Das Gründen von Gegengesellschaften. Auf der Suche nach einer idealen Lebenskultur bauen sich hunderte Do-It-Yourself-Staaten ihre eigenen kleinen Welten. Mikronationen, Eco-Villages und Sezessionisten beschreiten mit realen Territorien und Gemeinschaften alternative Wege des Zusammenlebens. Über 500 haben sich seit den späten Neunzigern formiert, manche kaum größer als eine Schaf-Farm, eine Meeresplattform oder ein Laptop. Sie annektieren ganze Landstriche und Stadtviertel. Sie produzieren eigene Gesetze, Sprachen, Briefmarken und Geldnoten. Die Populationen reichen von 1 bis 500.000 und kommen aus den verschiedensten Schichten und Ideologien.

Die Adresse des Konsumats ist: Weiherstraße 19/1 (Hinterhof), der Eintritt beträgt 5,- Euro, ermäßigt 4,- Euro. Beginn der Vorführung ist um 20 Uhr.

Quelle: PM Kommunales Kino

Konzert im International 101: Ledfoot

Bekannt durch die legendäre Band „The Havalinas“ entwickelt Ledfoot seinen ureigenen Gothic Blues, nur mit seiner 12-seitigen Gitarre und seinen stampfenden Füßen.

Ledfoot alias Tim Scott McConnel begann mit seinen ersten Auftritten im Alter von 15 Jahren in Biker Bars in Florida. Mit 17 zog es ihn nach New York und dort spielte er in den berühmtesten ungerground clubs wie Cbgb’s, Max’s Kansas City und dem Mud Club.

Am 18. Februar 2012 spielt er ab 21 Uhr in Pforzheim im International 101 am Luisenplatz.

Quelle: International 101

Sexy ist was anderes – Kabarett im Löwensaal Nöttingen

Fummeln war früher, heute ist twittern

Anka Zink

Haben Sie noch ein Leben in „realtime“, oder findet ihre private und berufliche Realität eher „digital“ statt? Was früher Familie hieß, buchstabiert sich inzwischen längst „Community“. Statt zum Klatsch im Treppenhaus, treffen wir uns im Chatroom. Wer nervt, wird einfach per Mausklick gelöscht. Sauber, geräuschlos und kostenneutral. Welch schöne neue Beziehungswelt! Digital und unverbindlich. „Sexy ist was anderes“ ist ein unterhaltsamer Exkurs über Fluch und Segen der modernen Kommunikationsgesellschaft. Für Mitmenschlichkeit bleibt wenig Zeit, weil uns die elektronische Gerätewelt auf Trapp hält: Mit Highspeed geht’s durch die Kinderzimmer der Generation Spielkonsole. Es gibt Freunde zum Downloaden und Partnerleasing. Cyber- Petting mit Twitter-Wesen ist in! Der Best-ager redet nicht über Kukident, sondern der Rentner von heute fachsimpelt über die brandneuen Apps seines iPad: Die Lesebrille zum Runterladen.

Die Kabarett-Veranstaltung findet am Freitag, den 17. Februar 2012im Löwensaal  Nöttingen statt und beginnt um 20 Uhr. Die Eintrittskarte kostet 14 Euro (bzw. 12,50 Euro, ermässigt).

Quelle: PM Kulturhalle Remchingen

Buchrezension „Für den Rest des Lebens“

Für den Rest des Lebens

Der jüngste Roman Zeruya Shalevs beginnt mit einer eigenartigen Stimmung: Den Rest des Lebens im Bett liegend und den Tod erwartend – so wird die Titelheldin vorgestellt. Der Blick fällt zurück auf ihre Kindheit im Kibbuz, auf ein traumatisches Erlebnis, nachdem sie sich weigert, laufen zu lernen. Nun vermischen sich Gegenwart und Vergangenheit. Sie versucht, aufzustehen und zum Fenster zu gehen, fühlt sich aber als das kleine Kind, das zu dem See gelangen will, jedoch im Morast versinkt. Ihre beiden erwachsenen Kinder finden sie fast leblos auf dem Fußboden. Sie kommt auf eine Intensivstation.

Die Geschichte der Tochter Dina, des Sohnes Avner wird nach und nach dargestellt. Das ist keine Traumfamilie. Dina erlebt Kühle und wenig Liebe, der Bruder dagegen wird überschüttet mit Zuwendung. Der Vater der beiden ist früh verstorben. Auch die Ehen der Geschwister sind nicht erfreulich. Jeder der Partner bzw. Partnerinnen geht seiner eigenen Wege. Dinas 16 jährige verwöhnte Tochter wird flügge und aufsässig. Das Leben ist nur noch deprimierend.

Eine Wendung zum Positiven ergibt sich, als der Sohn beim Besuch seiner Mutter auf der Intensivstation ein Liebespaar erlebt, das auf anrührende Weise für immer voneinander Abschied nimmt. Der Arzt sagt „Wir können nichts mehr machen“. Danach hat Avner nur noch ein Ziel, die junge Frau wieder zu sehen und sie kennen zu lernen. Er nimmt dafür in kauf, sich eine eigene Wohnung zu suchen, nachdem er schon Zuhause ausgezogen ist und in der Wohnung seiner Mutter lebt. Es kommt zu kurzen, sehr freundschaftlichen Begegnungen der Beiden. Dann ist es aber vorbei.

In Dina erwacht der Wunsch, ein Kind zu adoptieren und groß zu ziehen. Sie möchte ein neues Ziel im Leben haben. Ihr Mann und ihre Freundinnen halten die Idee für verrückt. Ihr Bruder Avner sagt „Ja mach das“. Der Roman endet mit dem Flug Dinas und ihres Mannes nach Sibirien und der Begegnung mit dem Adoptivjungen. Es scheint, als ob ihr Mann sich für den Jungen erwärmen kann. Gleichzeitig kommt die Nachricht, dass die Mutter verstorben ist.

Viele Passagen dieses Romans spielen sich rein im Gedanklichen ab. Dabei vermengen sich oft Vergangenheit und Gegenwart. Auch Zukünftiges wird skizziert und ist bereits zur Realität geworden. Unvermerkt gleiten Gedanken, Handlungen und Dialoge ineinander über. Anfangs macht das Lesen des im Berlin Verlag erschienenen Romans Mühe. Eine Fremde Welt baut sich auf, Israel, allzu intime negative Gedankengänge konfrontieren einen. Dann aber wächst die Spannung und die 520 Seiten nehmen die Leserin zunehmend gefangen. Die Sprache ist auch in der Übersetzung aus dem Hebräischen hervorragend.

37 Ansichtskarten – Komödie im Kulturhaus Osterfeld

Nach achtjähriger Abwesenheit kehrt Avery Sutton mit seiner Verlobten Gillian zu seiner Familie zurück, die er ihr als „ein bisschen exzentrisch“ geschildert hat. Was die beiden dort tatsächlich erwartet, übersteigt alle Erwartungen: Das Haus steht schief, die tot geglaubte Großmutter taucht wieder auf, die Mutter scheint verwirrt und verwechselt Gillian ständig mit dem Hausmädchen, der Vater spielt Golf – bevorzugt in der Nacht, die Tante betreibt eine florierende Sex-Hotline. Was spielt es da noch für eine Rolle, dass ein ausgestopfter Elch im Schlafzimmer steht?

37 Ansichtskarten ist eine schwarze, herrlich überdrehte Komödie mit berührenden, zarten und ruhigen Momenten um eine durchgeknallte Familie, die ihre ganz eigene Art der Realitätsbewältigung gefunden hat, um nicht an der Welt „draußen“ zu verzweifeln.

Aufführungstermine sind:

37 Ansichtskarten

  • Fr. 03.02.2012, 20 Uhr
  • Sa.11.02.2012, 20.00 Uhr
  • So. 12.02.2012, 15.00 Uhr
  • Fr. 09.03.2012, 20.00 Uhr
  • Sa. 10.03.2012, 20.00 Uhr
  • Fr. 06.07.2012, 20.00 Uhr
  • Sa. 07.07.2012, 20.00 Uhr

Weitere Informationen unter: http://www.atv-pf.de

Quelle: PM Kulturhaus Osterfeld